Archiv für 22. October 2007
AS 3.0 Workflow Special - Arbeitsumgebung einrichten
Bevor es ans Eingemachte geht, werde ich heute im ersten Teil meine wichtigsten Tools für die Produktion von AS3-Projekten vorstellen, um auch unerfahrenen Entwlicker eine gute Basis für die folgenden Beiträge zu bieten.

Eclipse - Eine Basis für Vieles
Eclipse ist ein in Java entwickeltes Open-Source-Framework für die Erstellung unterschiedlichster Software. Die offene Plug-in Struktur von Eclipse ermöglicht eine hervorragende Erweiterbarkeit. FDT, um das es in vielen der folgenden Beiträgen gehen wird, ist ein so genanntes Plug-in für die Erstellung von Actionscript-Code. Die Abgrenzung zwischen den einzelnen Plug-ins erfolgt in der Regel über die Zuordnung einer eigenen Perspektive. Eine Perspektive erlaubt die beliebige Anordnung der einzelnen Panels, um einen optimalen Workflow für die jeweilige Aufgabenstellung (Plug-in) zu gewährleisten. Der Wechsel zwischen den Perspektiven (Plug-ins) ist ein Kinderspiel und die gleiche Haptik und Bedienbarkeit sorgen für eine konsistente Arbeitsumgebung.
Eclipse - Installation
Auf Eclipse.org kann man zwischen fünf Versionen für Mac OS X wählen. Fürs Erste empfehle ich den Download von Eclipse Classic in der Version 3.3.1. Die Installation besteht lediglich aus dem Entpacken der Eclipse-Dateien und ist somit auch leicht transferierbar auf andere Systeme.
Nachdem man Eclipse das erste Mal gestartet hat, muss man ein Verzeichnis für seinen Workspace angeben. Meinen Workspace habe ich unter /Users/jefr/Projects/01_Eclipse_Workspace/ angelegt. Im Workspace werden alle Einstellungsspezifischen Informationen abgelegt und man kann den Workspace auch als Hauptverzeichnis für seine eigenen Projekte nutzen. Mehr Informationen zum Thema Workspace und Projektstruktur gibt es im kommenden Beitrag.
Jetzt geht es erst einmal an die Installation einiger nützlicher Plug-ins. Über das Menü Help | Software Update | Find and Install | Search for new features to install gelangt man zu einem Dialogfenster, bei dem man eine neue Quelle ( New Remote Site… ) für Plug-ins hinzufügen kann. Ein Klick auf Finish genügt und schon wird auf einer Ergebnisseite gezeigt, welche Plug-ins zur Verfügung stehen. Nach einigen weiteren Klicks und einem Neustart von Eclipse steht das neue Plug-in in den meisten Fällen unter Window | Open Perspective zur Verfügung. Wurde die Perspektive einmalig geöffnet, kann man ebenfalls über die beiden Pfeile am oberen rechten Rand die Perspektiven wechseln.

Natürlich kann man sich die Plugins auch manuell in das Eclipse Verzeichnis kopieren, was aber weniger elegant ist und wodurch auch der interne Update-Manager nicht verwendet werden kann.
Welche Eclipse Plug-ins sind empfehlenswert?
Wichtig: In Klammern findet ihr den Link zur Webseite und den direkten Link für den internen Update Manager von Eclipse.
FDT - der ultimative Editor für Actionscript (Webseite |Update Manager)
Subclipse - Versionskontrolle innerhalb von Eclipse nutzen (Webseite | Update Manager)
Aptana - IDE für die Entwicklung von dynamischen Webanwendung mit dem Focus auf Javascript, inkl. FTP (Webseite | Update Manager) Vielen Dank an Kerem für den Tipp
WST - Web Tools Platform, sehr sinnvolle Sammlung von Tools für die Entwicklung von Webanwendungen (Webseite | Update Manager)
XMLBuddy - guter XML-Editor, Alternative zu dem eingebauten Editor von Aptana und WST (Webseite | manuell)
HTML Tidy Eclipse - Alternative zu dem eingebauten Editor von Aptana und WST (Webseite | manuell)
Multi Clipboard - kleines Feature, aber total sinnvoll (Website | Update Manager)
QuickREx - Testen von regulären Ausdrücken (Webseite | Update Manager)
XPath Developer - interaktiv XPath Ausdrücke testen und entwickeln (Webseite | Update Manager)
PDT - PHP Development Tools Framework, benötigt WST (Webseite | Update Manager)
RDT - Ruby Development Tools (Webseite | Update Manager)
FMS - Flash Media Server Editor (Webseite | manuell)
Eine gute Übersicht über eine Vielzahl von weiteren Plug-ins gibt es beim Eclipse-Magazin. Ein ausführliches Beispiel für eine Installationsanleitung findet man hier für das Subclipse Plug-in.

Update der Eclipse-Version
Wie oben beschrieben lässt sich alles über den integrierten Update-Manager aktualisieren. Bei Updates von Eclipse kann es ab und an zu Problemen mit einem der installierten Plug-in kommen. Mir selbst ist es noch nie passiert, aber wenn empfiehlt sich laut einschlägiger Quellen eine saubere Neuinstallation von Eclipse.
Backup der Eclipse-Installation
Da das Aufsetzen der Installation schon ein wenig Zeit in Anspruch nimmt, ist es durchaus sinnvoll seine Installation zu sichern. Für ein Backup benötigt man lediglich den Eclipse-Ordner und den Workspace Ordner. Wer im Workspace- Ordner auch Projekte gespeichert hat und diese nicht mit sichern möchte, der kann einfach über File | Export… im Dialogfenster General | Preferences nur die gewünschten Einstellungen exportieren.
Entwicklung von eigenen Plug-ins
Wer jetzt Lust bekommen hat seine eigenen Plug-Ins für Eclipse zu entwickeln, den kann ich folgenden Link empfehlen.
Fazit
Ich hoffe ich konnte Euch zeigen, dass Eclipse ein hervorragendes Dach für die verschiedensten Programmieraufgaben bietet. Weitere Informationen zu dem Umgang mit Eclipse folgen in den kommenden Beiträgen. Wenn ihr noch andere sinnvolle Plug-ins für Eclipse kennt, dann würde ich mich über einen Kommentar sehr freuen.
Bei Fragen, Anregungen und Kritik freue ich mich auch über eine E-Mail an mail[ at ]blog.jensfranke.com.
9 Kommentare 22. October 2007