Blog von Jens Franke » 2008 » July

Archiv für July, 2008

iPhone 3G - Geotagging

iPhone 3G Geotagging

In der Vergangenheit hatte ich mich bereits mehrfach mit dem Thema Geocoding befasst. Angefangen bei meinem Outdoor-Blog, über einen Artikel für das Visual-X Magazin, die Tests mit dem Nokia N95 bis hin zum letzten Test mit der Google Maps API für Flash.

Nach den Jahren ist Geocoding für mich immer noch ein sehr spannendes Thema, was dank solcher Endgeräte wie dem N95 oder jetzt auch dem iPhone erst noch richtig aufblühen wird.

Die Woche hatte ich mich zwei Abende hingesetzt, um einen weiteren kleinen Test zu machen. Ich hatte die Idee Fotos mit dem iPhone zu machen, diese an eine E-Mail Adresse zu schicken und am Ende mit der Google Maps API in Flash anzuzeigen. Im Grunde ist die Idee die Weiterentwicklung des Outdoor-Blogs, wo ich neben dem Handy damals noch ein Outdoor-GPS nutzte, um die aktuellen Koordinaten zu erhalten.

Beim aktuellen iPhone 3G ist es so, dass in alle Fotos automatisch die Geoinformationen in die EXIF-Daten eingetragen werden. Da ich bekanntlich Flash- und kein Backend-Entwickler bin, nahm ich es zum Anlass auch mal wieder ein wenig PHP und MySQL zu machen.

Der Imap-Connector und -Parser waren schnell gebaut und auch das Aufsetzen der Datenbank ging gut von der Hand, was mich sehr euphorisch bis zu einem Punkt vorantrieb.

Sobald man ein Foto vom iPhone mit der Mail-Applikation verschickt, wird das Bild auf 800×600 Pixel verkleinert und bei diesem Prozess gehen scheinbar auch die EXIF-Informationen verloren. Leider gibt es im aktuellen Firmware noch keine Einstellung, die das Verkleinern und das Löschen der EXIF-Informationen unterbindet. Was für ein Katzenjammer - man war ich genervt. Da muss Apple aber zackig nachbessern. An der nicht wirklich überragenden Bildqualität wird man hingehen wohl nicht viel schrauben können, aber dafür vielleicht an dem langsamen Start der Kamera.

Zieht man sich die Bilder per USB-Kabel auf den Rechner, dann hat man die Bilder in voller Auflösung und inklusive aller EXIF-Daten zur Verfügung. Natürlich ist das kein Workflow für unterwegs.

Applikationen wie AirMe aus dem App Store umgehen das Problem schon ein wenig, aber am Ende landen die Bilder alle bei Flickr und diesen Umweg wollte ich mir eigentlich sparen.

Und wie geht es jetzt weiter?

Selbst ist der Mann. Da ich mich sowieso bereits mit der iPhone SDK befasse, werde ich mal schauen, was man da machen kann. Die Leute von AirMe sind zwar bereits an dem Thema dran und meinen, dass es noch gewisse Restriktionen zwecks des Zugriffes auf den „Camera Roll“ gibt, aber Spielen, Tüfteln und Prototypen ist ja mein Ding. Mehr zum Arbeiten mit der iPhone SDK folgt in einem kommenden Beitrag.

2 Kommentare 30. July 2008

Colin Moock & ActionScript 3.0 - Mein Kommentar

Letzte Woche veröffentlichte O’Reilly auf seiner InsideRIA-Plattform einen Artikel von Colin Moock, der sich wie ein Lauffeuer verbreitet.

Moock äußert seine Gedanken zu der aktuellen Produktstrategie von Adobe im Bezug auf die Flash-Plattform. Neben der allgemeinen Situation geht Moock auf neun Aspekte von ActionScript 3.0 ein, die er als kritisch empfindet und bietet in Teilen gleich sehr durchdachte Verbesserungsvorschläge an.

Ich kann den Aussagen von Moock in der Regel zustimmen und sie in Teilen sogar erweitern. Nachdem ich in diesem Semester auch an der HAWK in Hildesheim in allen Kursen ActionScript 3.0 gelehrt habe, bekam ich einen zusätzlichen und sehr interessanten Blickwinkel auf die Flash-Plattform durch die Aussagen einiger Studenten.

Man selbst hat über die Jahre gelernt bzw. sich damit abgefunden, wie gewisse Dinge funktionieren. Für absolute Neueinsteiger ist die Messlatte ohne Frage insgesamt höher als früher, wobei ich da nicht ActionScript als Sprache als Probleme sehe, sondern viel mehr die schlechte IDE.

Aus meiner Sicht wurde einfach immer mehr an die IDE rangestrickt. In der nächsten Version wird es Support für „Inverse Kinematics“ geben, was viele Anwender freuen wird, aber ich bin gespannt, ob zum Beispiel Krücken wie der Editor, die Bibliothek oder auch die Verknüpfung mit externen Source-Dateien überarbeitet werden. Natürlich ist mir auch bewusst, dass sich aus Produktsicht solche Verbesserungen schlechter verkaufen lassen, als bessere Grafik- und Animationseffekte, aber im Alltag ist mir eine solide und logische IDE lieber als ein Tagesfeuerwerk. Und nur wenn ein Produkt in der täglichen Nutzung Freude macht, wird man es auf Dauer einsetzen.

Betrachtet man die Lehrpläne von Fachhochschulen und Universitäten, dann wird deutlich, dass man in der Lehre vermehrt auch auf Processing setzt, um vor allem auch Designer an das Thema Programmierung heran zu führen. Die reduzierte IDE, kombiniert mit einer vom Aufbau auf Designer ausgerichteten und dennoch sehr leistungsstarken Programmiersprache, stellt eine interessante Alternative für den Einstieg in die Entwicklung interaktiver Anwendungen dar. Auch Node-Based Development-Tools wie vvvv oder Max/MSP sind aufgrund ihrer visuellen Programmier-Umgebung nicht zu vernachlässigen.

Sicherlich verfolgen Proccesing, vvvv und Max/MSP andere Ziele, aber Adobe sollte nicht vergessen, dass man neben den Software-Architekten aus dem Java-Umfeld auch die kreativen Querdenker, Designer und Künstler bedienen sollte. Das Potenzial dieser Gruppen sollte man nicht außer Acht lassen, denn diese Personen erschaffen kreative interaktive Welten, die auch die Verkaufszahlen für ein Produkt enorm steigern können.

Ich bin jedenfalls gespannt, wie Adobe in Zukunft seine Produkte am Markt platzieren wird und welche Plattformen zum interaktiven Pulsgeber werden.

Und wie immer freue ich mich über Eure Kommentare.

2 Kommentare 25. July 2008

iPhone 3G - Anwendungen Teil 2

Nachdem ich im ersten Teil meine aktuellen Lieblinge vorgestellt habe, komme ich jetzt zu den Anwendungen die mir noch fehlen.

Tracking-Anwendung

Am liebsten wäre mir eine Anwendung, die einen ähnlichen Umfang bietet wie der Nokia Sports Tracker. Große Hoffnungen habe ich hier auf Nike. Gerüchte in diese Richtung gibt es bereits genug.

Flickr-Anwendung

Die derzeitigen Anwendungen sind schon ganz nett, aber bei mir ist es jedenfalls so, dass die Bilder nach dem Upload bei Flickr nicht direkt mit Geotags versehen sind. In den Exif-Daten sind die Geo-Informationen aber vorhanden. Also bitte nachbessern.

Bei der Anwendung AirMe werden die Fotos bereits mit Geo- und sogar Wettertags versehen, aber da gefällt mir die zusätzliche Anmeldung bei AirMe nicht.

Elgato-Betrachter

Elgato EyeTv ist einfach das Tool für TV am Mac und derzeit gibt es nur ein Webinterface dafür. Ein richtige Anwendung wäre das i-Tüfelchen.

Vimeo-Betrachter

Die durchschnittliche Qualität bei Vimeo im Bezug auf Inhalt und Auflösung sagt mir einfach mehr zu als die Datenmüllhalde von Youtube und somit würde ich mich über einen Vimeo-Viewer freuen.

DB-Anwendung

Ein Tool für den direkten Fahrkarten-Kauf wäre ohne Frage sehr schick.

Bank-Anwendung

Programme für Online-Banking sind bekanntlich unter OS-X noch rar. Aber wieso sollte das auch für das iPhone so sein?

Flash

Bereits oft und heiß diskutiert, würde ich mich natürlich auch sehr über Flash auf dem iPhone freuen.

Und jetzt seid Ihr gefragt. Was sind Eure Lieblinge und was fehlt Euch noch?

2 Kommentare 23. July 2008

iPhone 3G - Anwendungen Teil 1

Mit bereits 500 verfügbaren Anwendungen startete Apple vergangene Woche den App-Store. Unter den Anwendungen der ersten Stunde befindet sich, wie zu erwarten, viel Spreu, aber auch schon einige brauchbare Weizenkörner.

In einigen Blogs wurde schon über die aktuellen Lieblinsanwendungen geschrieben. Auch ich möchte Euch meine aktuellen Lieblinge vorstellen. Was aus meiner Sicht aber nicht fehlen darf, ist eine Auflistung an Anwendungen, die mir noch fehlen.

Die aktuellen Lieblinge

Remote

Die Anwendung liegt ohne Frage nah, aber wurde bis dato schmerzlich vermisst. Jetzt gibt es sie und es macht einfach nur Spass vom Sofa seine iTunes-Sammlung zu steuern. Jetzt muss ich nur noch das Macbook Pro an die Anlage im Wohnzimmer anschließen. Remote macht auf mich im Gegensatz zu vielen anderen Anwendungen einen sehr stabilen Eindruck und ist auch selbst noch nicht abgestürzt, was man definitiv nicht von jeder vorgestellten Anwendung behaupten kann.

Preis: kostenlos
Links: Webseite | App Store

Shazam 

Shazam

Für jemanden wie mich, der kein absoluter Musikfanatiker ist, stellt sich oft die Frage, wer der Interpret des gerade zu hörenden Musikstückes ist. In Zukunft wird Shazam die Antwort für mich haben. Ist die Anwendung aktiv, hält man sein iPhone einfach in die Richtung der Musikquelle und wenige Sekunden später werden die Informationen zu dem Musikstück aus einer Datenbank gezogen und auf dem Screen des iPhones präsentiert. Eine tolle Anwendung.

Preis: kostenlos
Links: Shazam - Webseite | App Store  

Aqua Forest

Ich bin von jeher ein Fan von Puzzle-Spielen und dieses Spiel nutzt einfach grandios den Touchscreen und die Sensoren des iPhones. Enigmo scheint ein ähnliches Spiel zu sein, aber das habe ich selbst noch nicht gespielt. Beide Spiele kosten 8 Euro und da ich Aqua Forest bereits 2-3 Stunden gespielt habe, ist der Preis durchaus angemessen.

Preis: EUR 7,99
Links: Webseite | App Store 

Things 

Things

Seit einigen Monaten eines meiner Lieblings-Tools unter OS-X. Ein Todolisten-Programm, das auf eine einfache Bedienung ausgelegt ist und nicht so überladen ist, wie Produkte der Konkurrenz. Mein täglicher Begleiter, der mir enorm hilft, die täglichen Aufgaben der Flash-Jobs, der Autorentätigkeit und der Lehrtätigkeit an der FH zu bewältigen. Leider fehlt derzeit noch die zwingend notwenige Synchronisierung, aber die soll zeitnah kostenlos nachgereicht werden.

Preis: EUR 7,99
Links: Webseite | App Store

Evernote  

Evernotes

In der Vergangenheit habe ich Gedanken auf Spaziergängen im Wald gerne als Ton-Notizen festgehalten. Somit benötige ich für das iPhone natürlich auch wieder eine adäquate Anwendung dafür. Die ersten Tage nutzte ich VoiceNotes, um sprachliche Notizen festzuhalten. Da das Programm aber ein optischer Totalausfall ist, habe ich noch einmal einen Blick auf Evernotes geworfen.

Ich kannte es bereits als Desktop-Client, hatte damals aber nicht die Ruhe es genauer zu betrachten. Im Grunde ist es ähnlich wie Journler, nur das Journler noch mehr für die Sortierung und Archivierung von Notizen geeignet ist. Evernotes bietet aber den Vorteil der iPhone Anwendung, die sich wunderbar mit der Desktopanwendung synchronisieren lässt. Das Highlight ist, dass Evernotes serverseitig Fotonotizen mit einer ziemlich guten Texterkennungssoftware untersucht und man somit in Bilder nach Texten suchen kann. Die kostenlose Version hat eine Begrenzung für die Anzahl der Notizen und die mit weniger Limitierungen belegte Premium-Version kostet 5 Dollar im Monat. Lieber wäre mir natürlich eine Anwendung, die Journler und Evernotes vereint, aber soweit ist es wohl noch nicht.

Preis: kostenlos
Links: Webseite | App Store  

NetNewsWire

Ein Newsreader, den ich schon ewig unter OS-X nutze und einfach klasse finde. Die Applikation für das iPhone begeistert mich aber nur von der Idee, dass ich jetzt auch meine Feeds schnell auf dem iPhone lesen kann. In der Praxis ist die Anwendung einfach super langsam, stürzt ab und lässt sich nicht effektiv nutzen. Der Status der Entwicklung ist ein wenig stellvertretend für viele Anwendungen im App Store. Aber was soll man im Zeitalter der Alpha- und Beta-Versionen erwarten? Naja, ich hoffe auf ein baldiges Update.

Preis: kostenlos
Links: Webseite | App Store  

Bomberman

Erinnerungen an die alte Spielezeit werden wach. Intuitive Bedienung die Laune macht. Mal sehen, ob die folgenden Levels noch schwerer werden.

Preis: 5,99 Euro
Links: Webseite | App Store  

Super Monkey Ball

Nummer eins in der Hitliste im App Store, begeistert es mich aktuell nur aus grafischer Sicht. Der Spielspass hat mich derzeit noch nicht in seinen Bann gezogen.

Preis: 5,99 Euro
Links: Webseite | App Store  

1 Kommentar 23. July 2008

iPhone 3G - Erster Eindruck / Surfen, iTunes & Fazit

iPhone iTunes

Safari

War das Surfen beim N95 eher ein Krampf, macht es beim iPhone richtig Spass. Das Vergrößern der Inhalte ist förderlich und Klicks werden sehr gut registriert. Und selbst, wenn man täglich mit DSL 16000 surft, wirkt der Seitenaufbau noch ordentlich. Gespannt bin ich, ob mir auf Dauer Flash fehlen wird. Zur Zeit schätze ich mein mobiles Surfverhalten eher Informationsgetrieben ein, mal sehen wie es sich mit der Zeit entwickelt. Für YouTube gibt es ja eine getrennte Anwendung, aber für Vimeo gibt es so etwas leider noch nicht. Schauen wir einmal, wie Adobe & Apple das Thema Flash in Zukunft bearbeiten werden. Rein aus der Entwicklersicht wäre es für mich natürlich interessant.

Mail

Die tolle Übersicht und die einfache Bedienung übertrifft die Kleinteiligkeit des N95 um Längen. Das Tippen geht einfach von der Hand und da könnte ich mir sogar vorstellen, dass ich in Zukunft unterwegs einige E-Mails sofort per iPhone beantworte.

SMS

Da ich bis dato maximal drei SMS pro Monat schreibe, ist die Funktionalität nicht interessant für mich. MMS vermisse ich hingegen sehr.

Musik & Video

Einfach Traumhaft. Das Zusammenspiel mit dem Remote-App einfach klasse. Wer auf YouTube steht, wird seinen Spass mit dem YouTube Client haben. Ich vermisse eine Anwendung für Vimeo. Gespannt bin ich auch auf den Pandora-Client, der derzeit leider noch nicht im deutschen Store verfügbar ist.

App Store

Bereits im PAGE-Artikel habe ich die zwei Meinungslager zum Thema App Store besprochen. Für die Einen ist es ein Segen, dass die Distributionswege komplett von Apple zur Verfügung gestellt werden, die Anderen fühlen sich kontrolliert und eingeschränkt von Apple. Aktuell betrachte ich es erstmal nur aus der Sicht eines Endanwender und finde die Lösung genial einfach. Mit wenigen Klicks kann ich sowohl per iPhone als auch per iTunes neue Anwendungen installieren. Einen Überblick zu meinen derzeitigen Lieblingsanwendungen wird es die Tage in einem getrennten Beitrag geben.

Telefon

Mit bedacht, der letzte Punkt, weil ich aktuell noch nicht wirklich viel dazu sagen kann. VoiceMail hat mich jedenfalls bereits überzeugt. Die Sprachqualität werde ich erst in ein paar Tagen oder Wochen beurteilen können, wenn man auch mal im ICE oder anderen kritischen Netzbereichen telefoniert hat.

Akku

Auch zu diesem Punkt werde ich erst in ein paar Tagen etwas sagen können, wenn sich die Nutzung ein wenig normalisiert hat.

Fazit

Ursprünglich war ein Mobiltelefon zum telefonieren konzipiert. Heute brüsten sich viele Hersteller mit immer umfangreicheren Leistungsdaten und Fähigkeiten ihrer Geräte. Nicht anders ist es beim iPhone, aber das iPhone hat es geschafft ein hervorragendes Bedienkonzept zu bieten, um die ganzen Fähigkeiten wirklich intuitiv nutzen zu können. Ich bin mehr als begeistert, was so ein kleines Gerät alles leisten kann. Der Formfaktor trägt natürlich seinen Teil zum tollen Gesamteindruck bei.

Bis dato war die Bedienbarkeit des Symbian OS auf dem N95 solide bzw. aus meiner persönlichen Sicht das beste für mobile Endgeräte, aber seit zwei Tagen wirkt das Symbian OS wie ein altes Telefon mit Drehscheibe.

Von anderen iPhone-Nutzern konnte man in der Vergangheit genug lesen, dass das iPhone noch einige Schwächen bei klassischen Funktionalität, wie der Anzeige der Zeichenanzahl bei SMS, dem Löschen einzelner SMS, Copy & Paste oder die Erstellung eines Screenshot hat. So ins Detail bin ich noch nicht vorgedrungen, aber ich bin mir sicher, dass es mir in Teilen sicherlich ähnlich gehen wird. Es wird auf jeden Fall interessant bleiben, was Apple sich für kommende Firmware-Updates ausdenken wird.

Bildquelle: Apple 

6 Kommentare 13. July 2008

iPhone 3G - Erster Eindruck / GPS & Kamera

iPhone 3G GPS

GPS

GPS ist seit ein paar Jahren mein Lieblingsthema und somit war ich sehr gespannt auf die Leistungsfähigkeit des iPhone. Das N95 ist ohne Frage schon nett, was die Lokalisierung angeht, aber im Gegensatz zu meinem  Garmin Outdoor-Navigationsgerät lokalisiert es im Schneckentempo und die Qualität des Kartenmaterials ist auch eher dürftig. Die Anzahl der POIs ist dafür sehr löblich.

Die Genauigkeit und die Geschwindigkeit des iPhone hat mich extrem überrascht. In wenigen Sekunden wird man auf Basis von Funksendemasten grob lokalisiert und dank des neuen GPS-Chipswenige Sekunden später bis auf einige Meter genau lokalisiert. Dank dem Kartenmaterial von Google Maps ist dieses Feature mein absolutes Highlight nach den ersten zwei Tagen.

Spannend wird es, wie sich die Restriktion der SDK im Bezug auf Echtzeit-Routing entwickeln werden. Für mich persönlich ist aber das Tracken sowieso spannender.

Kamera

Ich hatte mir im Vorfeld schon einige Bilder bei Flickr angeschaut. Die Qualität der Bilder war in der Regel nicht berauschend. Auch in der Praxis haut mich die Qualität nicht um, es ist eher eine Kamera für optimale Lichtverhältnisse. Da leistet die Kamera des N95 deutlich mehr. Da die letzten beiden Tage nicht von viel Sonne geprägt waren, bin ich einmal auf die Qualität bei besseren Bedingungen gespannt.

Klasse ist natürlich, dass die Bilder sofort mit Geo-Informationen versehen werden. Hier müssen die Progamme von Drittherstellern bzw. Flickr aber noch ihre Schnittstellen anpassen, dass die Exif-Informationen richtig ausgewertet werden bzw. die Bilder beim Upload gleich richtige getaggt werden. Aber das ist nur eine Frage der Zeit.

Zum Thema Flickr gibt es im App Store auch schon einige Tools, die aber noch viel Luft nach oben haben. Mehr dazu im getrennten Artikel „iPhone 3G - Anwendungen“, der die Tage folgt.

Hier geht es zu Teil 3

Bildquelle: Apple  

1 Kommentar 13. July 2008

iPhone 3G - Erster Eindruck / Setup

iPhone 3G

Ohne Frage hätte ich auch schon gerne ein iPhone der ersten Generation gehabt, aber da ich mir im letzten Jahr erst ein Nokia N95 gekauft hatte, siegte die Vernunft. Bei der Veröffentlichung des iPhone 3G kam das Thema natürlich wieder auf, aber ich wollte mich nicht wegen eines Mobiltelefons morgens in eine Schlange stellen. So dringend ist es dann nun doch nicht.
 
Als mein Mitbewohner Freitag Nachmittag in die Stadt gefahren ist und ich ihn scherzhaft bat, mir doch bitte ein iPhone mitzubringen, dachte ich nach den ganzen Berichten im Netz natürlich nicht daran, dass es in Hannover noch eins zu kaufen gibt. Eine halbe Stunde später rief mich mein Mitbewohner an und meinte, die haben hier noch eins und wenn ich in der nächsten halben Stunde da bin, wäre es meins. Eine Stunde später hatte ich es zu Hause.

Eine mir bis dato unbekannte Geduld ließ das verpackte iPhone 3G bis Samstag morgen ruhen. So hatte ich dann auch nicht, wie viele andere, Probleme bei der Aktivierung. Es ging jedenfalls so schnell, dass ich das Bestätigen der einzelnen Screens gar nicht so genau mitbekommen hatte - vielleicht war es dann aber auch die Vorfreude. 

Nach zwei Tagen Ausprobieren und Testen wollte ich nun einmal meine ersten Eindrücke aufschreiben.
 
Einrichten
 
Das Einrichten war kinderleicht. Die Einstellung der E-Mail Knoten von Mail, die Bookmarks von Safari, die Kalendereinträge und die Kontakte waren in Windeseile übertragen und benötigten keine weiteren Konfigurierungen auf dem iPhone. Nützlich ist der Kontakt-Export von Xing, der sehr förderlich für die Aktualität der Kontakte ist.            

Auch die Übertragung von Musik stellte keine Hürde da und ist vom Ablauf identisch mit dem der Synchronisierung eines iPods. Das Zusammenspiel zwischen Macbook Pro und iPhone ist wirklich wunderbar gelöst.

Bedienung 

Zum Thema Handling wurde schon genug geschrieben. Hat man sich auf das Tippen eingestellt, ist es kinderleicht und ohne Frage wegweisend für die Interaktion zwischen Mensch und Maschine.                  

Hier geht es zu Teil 2

Bildquelle: Apple 

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