iPhone 3G - Geotagging
In der Vergangenheit hatte ich mich bereits mehrfach mit dem Thema Geocoding befasst. Angefangen bei meinem Outdoor-Blog, über einen Artikel für das Visual-X Magazin, die Tests mit dem Nokia N95 bis hin zum letzten Test mit der Google Maps API für Flash.
Nach den Jahren ist Geocoding für mich immer noch ein sehr spannendes Thema, was dank solcher Endgeräte wie dem N95 oder jetzt auch dem iPhone erst noch richtig aufblühen wird.
Die Woche hatte ich mich zwei Abende hingesetzt, um einen weiteren kleinen Test zu machen. Ich hatte die Idee Fotos mit dem iPhone zu machen, diese an eine E-Mail Adresse zu schicken und am Ende mit der Google Maps API in Flash anzuzeigen. Im Grunde ist die Idee die Weiterentwicklung des Outdoor-Blogs, wo ich neben dem Handy damals noch ein Outdoor-GPS nutzte, um die aktuellen Koordinaten zu erhalten.
Beim aktuellen iPhone 3G ist es so, dass in alle Fotos automatisch die Geoinformationen in die EXIF-Daten eingetragen werden. Da ich bekanntlich Flash- und kein Backend-Entwickler bin, nahm ich es zum Anlass auch mal wieder ein wenig PHP und MySQL zu machen.
Der Imap-Connector und -Parser waren schnell gebaut und auch das Aufsetzen der Datenbank ging gut von der Hand, was mich sehr euphorisch bis zu einem Punkt vorantrieb.
Sobald man ein Foto vom iPhone mit der Mail-Applikation verschickt, wird das Bild auf 800×600 Pixel verkleinert und bei diesem Prozess gehen scheinbar auch die EXIF-Informationen verloren. Leider gibt es im aktuellen Firmware noch keine Einstellung, die das Verkleinern und das Löschen der EXIF-Informationen unterbindet. Was für ein Katzenjammer - man war ich genervt. Da muss Apple aber zackig nachbessern. An der nicht wirklich überragenden Bildqualität wird man hingehen wohl nicht viel schrauben können, aber dafür vielleicht an dem langsamen Start der Kamera.
Zieht man sich die Bilder per USB-Kabel auf den Rechner, dann hat man die Bilder in voller Auflösung und inklusive aller EXIF-Daten zur Verfügung. Natürlich ist das kein Workflow für unterwegs.
Applikationen wie AirMe aus dem App Store umgehen das Problem schon ein wenig, aber am Ende landen die Bilder alle bei Flickr und diesen Umweg wollte ich mir eigentlich sparen.
Und wie geht es jetzt weiter?
Selbst ist der Mann. Da ich mich sowieso bereits mit der iPhone SDK befasse, werde ich mal schauen, was man da machen kann. Die Leute von AirMe sind zwar bereits an dem Thema dran und meinen, dass es noch gewisse Restriktionen zwecks des Zugriffes auf den „Camera Roll“ gibt, aber Spielen, Tüfteln und Prototypen ist ja mein Ding. Mehr zum Arbeiten mit der iPhone SDK folgt in einem kommenden Beitrag.
30. July 2008
Abgelegt unter: Flash, Fotografie, Outdoor, Technik Allgemein, Web, iPhone

2 Comments Add your own
1. Andreas Seeger | August 8th, 2008 at 11:24 am
Sehr interessanter Ansatz, würde mich interessieren, wie das Thema sich entwickelt.
Ich bin momentan auf der Suche nach einer Möglichkeit, das iPhone als GPS-Logger einzusetzen, um die Koordinaten später am Rechner in die Bilder einzufügen - es sind nun zwar schon einige Tools im AppStore, ich weiss, aber nicht, welches dieser Tools einen verwertbaren Export bietet…
Ich wäre durchaus auch bereit, für ein solches Tool ein oder zwei $ zu zahlen - vielleicht ist das ein Ansporn
?
Grüsse, A. Seeger
2. Achim | September 16th, 2008 at 3:07 am
Das liest sich ja alles sehr gut, wenn es denn funktioniert.
Ich bin ein dummer Anwender und verstehe leider herzlich wenig von Programmieren.
Hat sich hier zwischenzeitlich etwas getan?
Danke + Gruss,
Achim
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