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Mrmr: Multi-Touch & Multi-User trifft auf Flash

Bei dem Thema schlägt mein Herz höher.
Nachdem ich zum wiederholten Male über Mrmr gestolpert bin, hat mich das Thema absolut in seinen Bann gezogen. Mrmr ist konzipiert als offenes Protokoll, um drahtlos mit Mobiltelefonen und PDAs Multimedia-Performances und Live-Installationen zu steuern.
Richtig spannend ist, das Mrmr auch das Open Sound Control-Protokoll unterstützt. Hauptsächlich wird das OSC-Protokoll eigentlich für die Kommunikation zwischen elektronischen Musikinstrumenten eingesetzt. Aber OSC begegnet einem auch bei reacTIVision und bei Multi-Touch Trackern, die in der Regel die Daten per TUIO-Protokoll senden, dass aber ebenfalls auf OSC basiert.
Von den Multi-Touch Experimenten war mir noch bekannt, das man OSC Nachrichten auch mit Flash verarbeiten kann. Dazu benötigt man als Vermittler den Java-Server Flosc, der OSC aus der UDP-Welt für die TCP-Welt mit Flash aufbereitet.
An dieser Stelle eine Frage in die Runde, hat jemand Informationen zum UDP-Support des neuesten Flash Players?
Zurück zu Mrmr, man kann mit dieser iPhone-Applikation also auch Flash-Anwendungen steuern.
Zum verdeutlichen habe ich einmal ein kleines Video gedreht, dass eine sinnfreie Anwendung zeigt, bei der die Eingaben auf dem iPhone per Wi-Fi an einen Host-Rechner übertragen werden. Auf dem Rechner läuft im rechten Teil des Bildschirmes eine Flashanwendung, die simpel die Werte visualisiert. Die Anwendung besteht aus einem Touchpad und einem Slider, um zwischen verschiedenen Farben zu wechseln.
Ansich schon eine spannende Sache, aber es geht noch weiter. Das iPhone kann bekanntlich Multi-Touch, dazu kommt, dass Mrmr mehrere Clients miteinander verbinden und verwalten kann, sprich Multi-User Support.
An diesem Punkt wird es konzeptionell schon sehr spannend und ich musste gleich an Konzepte wie Public Playing von Extrajetzt denken.
Der Vater von Mrmr ist übrigens Eric Redlinger, Forscher am Institut Integrated Digital Media der Polytechnic University in Brooklyn, New York.
Das kostenlose Mrmr bietet aber noch ein weiteres Highlight. Mit dem Interface Builder, kann man eigene Oberflächen mit Slidern, Buttons und Touchflächen anlegen, um diese im Anschluss auf das iPhone zu übertragen. Die Interfaces können auch per HTTP geladen werden und der Host kann z.B. je nach Anzahl der Clients verschiedene Interfaces ausliefern.
Also Multi-Touch, Multi-User und eigene Interfaces bilden einen wirklich genialen Mix, um spannende Konzepte zu entwickeln.
Neben Mrmr gibt es mit TouchOSC und OSCemote zwei weitere Programme im App-Store, die per OSC-Protokoll kommunizieren können. Mrmr hat aus meiner Sicht in den meisten Bereichen aber die Nase vorn und ist zudem kostenlos.
Der erste Test hat richtig viel Spaß gemacht und das Thema werde ich auf jeden Fall weiter verfolgen.
8 Kommentare 25. October 2008
iPhone 3G - Geotagging
In der Vergangenheit hatte ich mich bereits mehrfach mit dem Thema Geocoding befasst. Angefangen bei meinem Outdoor-Blog, über einen Artikel für das Visual-X Magazin, die Tests mit dem Nokia N95 bis hin zum letzten Test mit der Google Maps API für Flash.
Nach den Jahren ist Geocoding für mich immer noch ein sehr spannendes Thema, was dank solcher Endgeräte wie dem N95 oder jetzt auch dem iPhone erst noch richtig aufblühen wird.
Die Woche hatte ich mich zwei Abende hingesetzt, um einen weiteren kleinen Test zu machen. Ich hatte die Idee Fotos mit dem iPhone zu machen, diese an eine E-Mail Adresse zu schicken und am Ende mit der Google Maps API in Flash anzuzeigen. Im Grunde ist die Idee die Weiterentwicklung des Outdoor-Blogs, wo ich neben dem Handy damals noch ein Outdoor-GPS nutzte, um die aktuellen Koordinaten zu erhalten.
Beim aktuellen iPhone 3G ist es so, dass in alle Fotos automatisch die Geoinformationen in die EXIF-Daten eingetragen werden. Da ich bekanntlich Flash- und kein Backend-Entwickler bin, nahm ich es zum Anlass auch mal wieder ein wenig PHP und MySQL zu machen.
Der Imap-Connector und -Parser waren schnell gebaut und auch das Aufsetzen der Datenbank ging gut von der Hand, was mich sehr euphorisch bis zu einem Punkt vorantrieb.
Sobald man ein Foto vom iPhone mit der Mail-Applikation verschickt, wird das Bild auf 800×600 Pixel verkleinert und bei diesem Prozess gehen scheinbar auch die EXIF-Informationen verloren. Leider gibt es im aktuellen Firmware noch keine Einstellung, die das Verkleinern und das Löschen der EXIF-Informationen unterbindet. Was für ein Katzenjammer - man war ich genervt. Da muss Apple aber zackig nachbessern. An der nicht wirklich überragenden Bildqualität wird man hingehen wohl nicht viel schrauben können, aber dafür vielleicht an dem langsamen Start der Kamera.
Zieht man sich die Bilder per USB-Kabel auf den Rechner, dann hat man die Bilder in voller Auflösung und inklusive aller EXIF-Daten zur Verfügung. Natürlich ist das kein Workflow für unterwegs.
Applikationen wie AirMe aus dem App Store umgehen das Problem schon ein wenig, aber am Ende landen die Bilder alle bei Flickr und diesen Umweg wollte ich mir eigentlich sparen.
Und wie geht es jetzt weiter?
Selbst ist der Mann. Da ich mich sowieso bereits mit der iPhone SDK befasse, werde ich mal schauen, was man da machen kann. Die Leute von AirMe sind zwar bereits an dem Thema dran und meinen, dass es noch gewisse Restriktionen zwecks des Zugriffes auf den „Camera Roll“ gibt, aber Spielen, Tüfteln und Prototypen ist ja mein Ding. Mehr zum Arbeiten mit der iPhone SDK folgt in einem kommenden Beitrag.
2 Kommentare 30. July 2008
iPhone 3G - Anwendungen Teil 1
Mit bereits 500 verfügbaren Anwendungen startete Apple vergangene Woche den App-Store. Unter den Anwendungen der ersten Stunde befindet sich, wie zu erwarten, viel Spreu, aber auch schon einige brauchbare Weizenkörner.
In einigen Blogs wurde schon über die aktuellen Lieblinsanwendungen geschrieben. Auch ich möchte Euch meine aktuellen Lieblinge vorstellen. Was aus meiner Sicht aber nicht fehlen darf, ist eine Auflistung an Anwendungen, die mir noch fehlen.
Die aktuellen Lieblinge
Remote
Die Anwendung liegt ohne Frage nah, aber wurde bis dato schmerzlich vermisst. Jetzt gibt es sie und es macht einfach nur Spass vom Sofa seine iTunes-Sammlung zu steuern. Jetzt muss ich nur noch das Macbook Pro an die Anlage im Wohnzimmer anschließen. Remote macht auf mich im Gegensatz zu vielen anderen Anwendungen einen sehr stabilen Eindruck und ist auch selbst noch nicht abgestürzt, was man definitiv nicht von jeder vorgestellten Anwendung behaupten kann.
Preis: kostenlos
Links: Webseite | App Store
Shazam
Für jemanden wie mich, der kein absoluter Musikfanatiker ist, stellt sich oft die Frage, wer der Interpret des gerade zu hörenden Musikstückes ist. In Zukunft wird Shazam die Antwort für mich haben. Ist die Anwendung aktiv, hält man sein iPhone einfach in die Richtung der Musikquelle und wenige Sekunden später werden die Informationen zu dem Musikstück aus einer Datenbank gezogen und auf dem Screen des iPhones präsentiert. Eine tolle Anwendung.
Preis: kostenlos
Links: Shazam - Webseite | App Store
Aqua Forest
Ich bin von jeher ein Fan von Puzzle-Spielen und dieses Spiel nutzt einfach grandios den Touchscreen und die Sensoren des iPhones. Enigmo scheint ein ähnliches Spiel zu sein, aber das habe ich selbst noch nicht gespielt. Beide Spiele kosten 8 Euro und da ich Aqua Forest bereits 2-3 Stunden gespielt habe, ist der Preis durchaus angemessen.
Preis: EUR 7,99
Links: Webseite | App Store
Things
Seit einigen Monaten eines meiner Lieblings-Tools unter OS-X. Ein Todolisten-Programm, das auf eine einfache Bedienung ausgelegt ist und nicht so überladen ist, wie Produkte der Konkurrenz. Mein täglicher Begleiter, der mir enorm hilft, die täglichen Aufgaben der Flash-Jobs, der Autorentätigkeit und der Lehrtätigkeit an der FH zu bewältigen. Leider fehlt derzeit noch die zwingend notwenige Synchronisierung, aber die soll zeitnah kostenlos nachgereicht werden.
Preis: EUR 7,99
Links: Webseite | App Store
Evernotes
In der Vergangenheit habe ich Gedanken auf Spaziergängen im Wald gerne als Ton-Notizen festgehalten. Somit benötige ich für das iPhone natürlich auch wieder eine adäquate Anwendung dafür. Die ersten Tage nutzte ich VoiceNotes, um sprachliche Notizen festzuhalten. Da das Programm aber ein optischer Totalausfall ist, habe ich noch einmal einen Blick auf Evernotes geworfen.
Ich kannte es bereits als Desktop-Client, hatte damals aber nicht die Ruhe es genauer zu betrachten. Im Grunde ist es ähnlich wie Journler, nur das Journler noch mehr für die Sortierung und Archivierung von Notizen geeignet ist. Evernotes bietet aber den Vorteil der iPhone Anwendung, die sich wunderbar mit der Desktopanwendung synchronisieren lässt. Das Highlight ist, dass Evernotes serverseitig Fotonotizen mit einer ziemlich guten Texterkennungssoftware untersucht und man somit in Bilder nach Texten suchen kann. Die kostenlose Version hat eine Begrenzung für die Anzahl der Notizen und die mit weniger Limitierungen belegte Premium-Version kostet 5 Dollar im Monat. Lieber wäre mir natürlich eine Anwendung, die Journler und Evernotes vereint, aber soweit ist es wohl noch nicht.
Preis: kostenlos
Links: Webseite | App Store
NetNewsWire
Ein Newsreader, den ich schon ewig unter OS-X nutze und einfach klasse finde. Die Applikation für das iPhone begeistert mich aber nur von der Idee, dass ich jetzt auch meine Feeds schnell auf dem iPhone lesen kann. In der Praxis ist die Anwendung einfach super langsam, stürzt ab und lässt sich nicht effektiv nutzen. Der Status der Entwicklung ist ein wenig stellvertretend für viele Anwendungen im App Store. Aber was soll man im Zeitalter der Alpha- und Beta-Versionen erwarten? Naja, ich hoffe auf ein baldiges Update.
Preis: kostenlos
Links: Webseite | App Store
Bomberman
Erinnerungen an die alte Spielezeit werden wach. Intuitive Bedienung die Laune macht. Mal sehen, ob die folgenden Levels noch schwerer werden.
Preis: 5,99 Euro
Links: Webseite | App Store
Super Monkey Ball
Nummer eins in der Hitliste im App Store, begeistert es mich aktuell nur aus grafischer Sicht. Der Spielspass hat mich derzeit noch nicht in seinen Bann gezogen.
Preis: 5,99 Euro
Links: Webseite | App Store
1 Kommentar 23. July 2008
iPhone 3G - Erster Eindruck / Surfen, iTunes & Fazit

Safari
War das Surfen beim N95 eher ein Krampf, macht es beim iPhone richtig Spass. Das Vergrößern der Inhalte ist förderlich und Klicks werden sehr gut registriert. Und selbst, wenn man täglich mit DSL 16000 surft, wirkt der Seitenaufbau noch ordentlich. Gespannt bin ich, ob mir auf Dauer Flash fehlen wird. Zur Zeit schätze ich mein mobiles Surfverhalten eher Informationsgetrieben ein, mal sehen wie es sich mit der Zeit entwickelt. Für YouTube gibt es ja eine getrennte Anwendung, aber für Vimeo gibt es so etwas leider noch nicht. Schauen wir einmal, wie Adobe & Apple das Thema Flash in Zukunft bearbeiten werden. Rein aus der Entwicklersicht wäre es für mich natürlich interessant.
Die tolle Übersicht und die einfache Bedienung übertrifft die Kleinteiligkeit des N95 um Längen. Das Tippen geht einfach von der Hand und da könnte ich mir sogar vorstellen, dass ich in Zukunft unterwegs einige E-Mails sofort per iPhone beantworte.
SMS
Da ich bis dato maximal drei SMS pro Monat schreibe, ist die Funktionalität nicht interessant für mich. MMS vermisse ich hingegen sehr.
Musik & Video
Einfach Traumhaft. Das Zusammenspiel mit dem Remote-App einfach klasse. Wer auf YouTube steht, wird seinen Spass mit dem YouTube Client haben. Ich vermisse eine Anwendung für Vimeo. Gespannt bin ich auch auf den Pandora-Client, der derzeit leider noch nicht im deutschen Store verfügbar ist.
App Store
Bereits im PAGE-Artikel habe ich die zwei Meinungslager zum Thema App Store besprochen. Für die Einen ist es ein Segen, dass die Distributionswege komplett von Apple zur Verfügung gestellt werden, die Anderen fühlen sich kontrolliert und eingeschränkt von Apple. Aktuell betrachte ich es erstmal nur aus der Sicht eines Endanwender und finde die Lösung genial einfach. Mit wenigen Klicks kann ich sowohl per iPhone als auch per iTunes neue Anwendungen installieren. Einen Überblick zu meinen derzeitigen Lieblingsanwendungen wird es die Tage in einem getrennten Beitrag geben.
Telefon
Mit bedacht, der letzte Punkt, weil ich aktuell noch nicht wirklich viel dazu sagen kann. VoiceMail hat mich jedenfalls bereits überzeugt. Die Sprachqualität werde ich erst in ein paar Tagen oder Wochen beurteilen können, wenn man auch mal im ICE oder anderen kritischen Netzbereichen telefoniert hat.
Akku
Auch zu diesem Punkt werde ich erst in ein paar Tagen etwas sagen können, wenn sich die Nutzung ein wenig normalisiert hat.
Fazit
Ursprünglich war ein Mobiltelefon zum telefonieren konzipiert. Heute brüsten sich viele Hersteller mit immer umfangreicheren Leistungsdaten und Fähigkeiten ihrer Geräte. Nicht anders ist es beim iPhone, aber das iPhone hat es geschafft ein hervorragendes Bedienkonzept zu bieten, um die ganzen Fähigkeiten wirklich intuitiv nutzen zu können. Ich bin mehr als begeistert, was so ein kleines Gerät alles leisten kann. Der Formfaktor trägt natürlich seinen Teil zum tollen Gesamteindruck bei.
Bis dato war die Bedienbarkeit des Symbian OS auf dem N95 solide bzw. aus meiner persönlichen Sicht das beste für mobile Endgeräte, aber seit zwei Tagen wirkt das Symbian OS wie ein altes Telefon mit Drehscheibe.
Von anderen iPhone-Nutzern konnte man in der Vergangheit genug lesen, dass das iPhone noch einige Schwächen bei klassischen Funktionalität, wie der Anzeige der Zeichenanzahl bei SMS, dem Löschen einzelner SMS, Copy & Paste oder die Erstellung eines Screenshot hat. So ins Detail bin ich noch nicht vorgedrungen, aber ich bin mir sicher, dass es mir in Teilen sicherlich ähnlich gehen wird. Es wird auf jeden Fall interessant bleiben, was Apple sich für kommende Firmware-Updates ausdenken wird.
Bildquelle: Apple
6 Kommentare 13. July 2008
iPhone 3G - Erster Eindruck / Setup

Auch die Übertragung von Musik stellte keine Hürde da und ist vom Ablauf identisch mit dem der Synchronisierung eines iPods. Das Zusammenspiel zwischen Macbook Pro und iPhone ist wirklich wunderbar gelöst.
Bedienung
Kommentar hinzufügen 13. July 2008
