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FWA für recom

Yeah, am vergangenen Sonntag gab es für das Portfolio der recom einen Favorite Website Award. Recom ist eines der renommiertesten Studios für Artwork, Postproduction und CGI in Europa.
Ich hatte die Ehre mit einem tollen Team von Jung von Matt/Neckar, u.a. mit den geschätzten Kollegen Kai Heuser, Oliver Müller und Daniel Hübschmann, und dem Backend-Team von Lime | Flavour die Aufgabe für die sensationellen Arbeiten der recom ein neues Portfolio zu erschaffen.
Aus technischer Sicht war mir neben einem hochflexiblen Framework und einer eleganten Anbindung an das komplexe CMS, vor allem wichtig, mein vorhandenes Wissen aus vorherigen Portfolio-Projekten und Vorträgen im Bezug auf die Usability bei Flashseiten weiter auszubauen, um die besten Lösung für die Endanwender der recom zu finden.
So bietet das Portfolio z.b. Funktionalitäten wie Deeplinking, Back-Button-Support, Kontextmenü, Steuerung per Mausrad, Ähnliche Projekte, flexible Größe der Bühne, Lightbox mit PDF-Export-Funktion.
Eines meiner persönlichen Hightlights ist, dass selbst die Ergebnisse der Farbsuche über den Farbwürfel, mit der man den gesamten Pool an Arbeiten der recom durchsuchen kann, per Deeplink aufgerufen werden können.
Zu der geballten Portion Technik, kam jede Menge Detailarbeit, um die Botschaft „Jedes Pixel an seinen perfekten Platz“ perfekt umzusetzen. Dabei möchte ich vor allem Kai, Olli und Daniel für die tolle Unterstützung und Zusammenarbeit danken.
Für mich ist es inzwischen das 8. Projekt, dass mit einem FWA ausgezeichnet wurde und ein toller Abschluss für ein Jahr voller spannender und toller Projekte.
Bis Ende des Jahres werde ich jetzt erst einmal entspannen, ein wenig basteln und hoffentlich viel fotografieren. Aber es kribbelt auch schon wieder und ich freu mich auf die kommenden Herausforderungen in 2009.
5 Kommentare 16. December 2008
PAGE 10/2008 - Ihr Auftritt

Während meines Urlaubes ist die aktuelle Ausgabe der PAGE (10/2008) erschienen. Gemeinsam mit Stefan von Gagern, Resortleiter Technik, habe ich die Titelgeschichte zum Thema Web-Portfolio geschrieben. Das Schreiben machte mir wie immer viel Spaß und inzwischen ist es die dritte Titelgeschichte für mich in diesem Jahr.
Neben dem Interesse als Autor ist das Thema Web-Portfolio auch als Interactive Developer für mich sehr interessant. In meinen Relaunch habe ich inzwischen auch schon einiges an Arbeit gesteckt und werde ich auch noch stecken müssen, bevor etwas online geht.
Da einige den Artikel sicherlich schon gelesen habe, hoffe ich, dass dieser für Euch interessant war. Allen Anderen wünsche ich noch viel Spaß beim Lesen und und wie immer freue ich mich über Kritik und Anregung. Am besten per E-Mail an mail [ at ] jensfranke.com.
Kommentar hinzufügen 25. September 2008
Buchtipp: Data Flow

Auf dieses Buch war ich mehr als gespannt. Ich hatte vor längerer Zeit eine Anfrage, ob ich einige Texte für das Werk schreiben kann. Ich war zu dem Zeitpunkt mehr als ausgelastet und musste somit leider schweren Herzens absagen.
Am Wochenende kam nun das Buch per Post und nach dem ersten Schmökern bin ich sehr angetan. Mit einer Fülle an Beispielen wird das komplexe und spannende Themengebiet vorgestellt. Der Schwerpunkt liegt klar auf Projekten aus dem Bereich Grafikdesign. Obwohl ich die interaktiven Werkzeuge in den letzten 2-3 Jahren als sehr wichtigen Implusgeber für das Themengebiet Informationsvisualisierung sehe, finde ich die gezeigten Arbeiten spannend und inspirierend.
Jedes Projekt wird mit einem knappen Text vorgestellt und bietet somit eine gute Basis für weitere Recherchen im Internet. Lediglich für die Kapiteleinführung hätte ich mir ein wenig mehr Hintergrundinformationen, gern auch theoretischer Natur, gewünscht. Dafür gibt es aber ansonsten die Werke von Edward Tufte.
Ein Werk, das ohne Frage in die Kategorie „schönes Buch mit vielen Bildern“ fällt, und dass ich sicherlich oft wieder aufschlagen werde. Ein klarer Kauftipp für Freunde guter Informationsvisualisierungen.
1 Kommentar 22. September 2008
Musical Interfaces

Precious hat seine Webseite sowohl konzeptionell als auch visuell überarbeitet. Sehr sehenswert und zudem bieten die ersten Beiträge auch inhaltlich eine hohe Qualität. Eine sehr löbliche Mischung.
Besonders hat mir das Interview mit Prof. Boris Müller von der FH Potsdam zum Thema „Musical Interfaces“ gefallen. Man erhält einen anregenden Einblick in die Prozesse des Kurses, der in Kooperation mit der Berliner Softwarefirma Native Instruments unter der Leitung von Prof. Boris Müller und Prof. Reto Wettach neun Projekte enstehen ließ. Eine Übersicht aller Projekte findet man hier.
Bildquelle: Precious
2 Kommentare 4. August 2008
Colin Moock & ActionScript 3.0 - Mein Kommentar
Letzte Woche veröffentlichte O’Reilly auf seiner InsideRIA-Plattform einen Artikel von Colin Moock, der sich wie ein Lauffeuer verbreitet.
Moock äußert seine Gedanken zu der aktuellen Produktstrategie von Adobe im Bezug auf die Flash-Plattform. Neben der allgemeinen Situation geht Moock auf neun Aspekte von ActionScript 3.0 ein, die er als kritisch empfindet und bietet in Teilen gleich sehr durchdachte Verbesserungsvorschläge an.
Ich kann den Aussagen von Moock in der Regel zustimmen und sie in Teilen sogar erweitern. Nachdem ich in diesem Semester auch an der HAWK in Hildesheim in allen Kursen ActionScript 3.0 gelehrt habe, bekam ich einen zusätzlichen und sehr interessanten Blickwinkel auf die Flash-Plattform durch die Aussagen einiger Studenten.
Man selbst hat über die Jahre gelernt bzw. sich damit abgefunden, wie gewisse Dinge funktionieren. Für absolute Neueinsteiger ist die Messlatte ohne Frage insgesamt höher als früher, wobei ich da nicht ActionScript als Sprache als Probleme sehe, sondern viel mehr die schlechte IDE.
Aus meiner Sicht wurde einfach immer mehr an die IDE rangestrickt. In der nächsten Version wird es Support für „Inverse Kinematics“ geben, was viele Anwender freuen wird, aber ich bin gespannt, ob zum Beispiel Krücken wie der Editor, die Bibliothek oder auch die Verknüpfung mit externen Source-Dateien überarbeitet werden. Natürlich ist mir auch bewusst, dass sich aus Produktsicht solche Verbesserungen schlechter verkaufen lassen, als bessere Grafik- und Animationseffekte, aber im Alltag ist mir eine solide und logische IDE lieber als ein Tagesfeuerwerk. Und nur wenn ein Produkt in der täglichen Nutzung Freude macht, wird man es auf Dauer einsetzen.
Betrachtet man die Lehrpläne von Fachhochschulen und Universitäten, dann wird deutlich, dass man in der Lehre vermehrt auch auf Processing setzt, um vor allem auch Designer an das Thema Programmierung heran zu führen. Die reduzierte IDE, kombiniert mit einer vom Aufbau auf Designer ausgerichteten und dennoch sehr leistungsstarken Programmiersprache, stellt eine interessante Alternative für den Einstieg in die Entwicklung interaktiver Anwendungen dar. Auch Node-Based Development-Tools wie vvvv oder Max/MSP sind aufgrund ihrer visuellen Programmier-Umgebung nicht zu vernachlässigen.
Sicherlich verfolgen Proccesing, vvvv und Max/MSP andere Ziele, aber Adobe sollte nicht vergessen, dass man neben den Software-Architekten aus dem Java-Umfeld auch die kreativen Querdenker, Designer und Künstler bedienen sollte. Das Potenzial dieser Gruppen sollte man nicht außer Acht lassen, denn diese Personen erschaffen kreative interaktive Welten, die auch die Verkaufszahlen für ein Produkt enorm steigern können.
Ich bin jedenfalls gespannt, wie Adobe in Zukunft seine Produkte am Markt platzieren wird und welche Plattformen zum interaktiven Pulsgeber werden.
Und wie immer freue ich mich über Eure Kommentare.
2 Kommentare 25. July 2008
Aufbruch in neue interaktive Welten

Die Vorträge auf der Flashforum Konferenz in Köln und der Webinale in Karlsruhe liegen hinter mir. Die Jahre davor gab es zwar auch immer viel Feedback, aber in diesem Jahr war es enorm. Vielen Dank für die interessanten und qualitativ hochwertigen Gespräche, die spannenden Ideen und Denkanstösse am Rande der beiden Konferenzen.
Es hat mich sehr gefreut, dass das Thema so anregend angenommen und diskutiert wurde. Das in den letzten Tagen zusätzlich noch viele E-Mail kamen, dass man sich bereits Sachen für Arduino & Co. bestellt hat, freut mich außerordentlich.
Für die Leser, die nicht bei den Konferenzen waren, hier eine kurze Zusammenfassung über meinen aktuellen Vortrag.
In den letzten Jahren hatte ich mit meinen Vorträgen zu Flash Usability, Flash Lite und Papervision3D sehr technische Themen besprochen. In diesem Jahr ging ich zum ersten Mal neue Wege und das machte mir richtig viel Spaß.
Der aktuelle Vortrag gliedert sich im Grunde in zwei große Themenblöcke. Der erste Teil ist eine persönliche Analyse der aktuellen Entwicklung von Flash-Projekten und deren beteiligten Parteien. Nachdem die Analyse zu einem eher kritischen Ergebnis führt, zeigte ich im zweiten wo aus meiner Sicht die Reise hingeht bzw. mit welchen Themen wir uns in Zukunft befassen sollten. Ich skizzierte interaktive Ansätze, um Barrieren in der Interaktion zwischen Mensch und Computer zu reduzieren bzw. auszumerzen. Gemeinsames interdisziplinäres Forschen ist gefragt.
Bei wem ich das Interesse geweckt habe, der kann sich mit Hilfe meiner 77 Folien, 30 weiterführenden Links und 4 eigenen Videos in das Thema einarbeiten. Einige Folien habe ich nach der Konferenz noch eingefügt, weil sie zum Nachlesen und als Anregung sicherlich förderlich sind.
Die oben gezeigte Skizze hat Max Fiedler während meines Vortrages gezeichnet. Super Stil und ich finde es klasse, das er zusätzlich zwei wichtige Zitate auch noch textlich festgehalten hat. Weitere sehenswerte Skizzen findet ihr im Flickr-Account von Max.
Bei Fragen, Anregungen und Kritik freue ich mich wie immer über E-Mail an mail@jensfranke.com.
8 Kommentare 29. May 2008
PAGE 06/2008 - Mobile Application Design

Für die aktuelle Ausgabe der PAGE (06/2008) habe ich gemeinsam mit Stefan von Gagern, Resortleiter Technik, die Titelgeschichte über Trends in der Gestaltung und Entwicklung mobiler Anwendungen geschrieben. Das gemeinsame Arbeiten an einem Artikel war wieder einmal Neuland für mich. Als sehr spannend und fruchtbar lässt sich die Zusammenarbeit beschreiben und somit werden sicherlich bald weitere Koproduktionen folgen.
Nun wünsche ich Euch viel Spaß beim Lesen und wie immer freue ich mich über Kritik und Anregung. Am besten per E-Mail an mail [ at ] jensfranke.com.
1 Kommentar 9. May 2008
Take this dance and forget my name

Nach einigen Vorankündigungen stellte mir der gute Thorsten im Mai letzten Jahres die Idee für seine Diplomarbeit vor. Er konnte mich sofort begeistern und so war mir klar, dass ich Ihm gerne mit ein wenig Flash-Support zur Seite stehen würde.
Der evolutionäre Prozess einer Diplomarbeit nahm seinen Lauf, der Austausch zu dem Projekt intensivierte sich nach und nach und der Aufwand für die Präsentation im Web wurde um einiges aufgestockt. Letztendlich renderte Thorsten dieses Wochenende nach vielen Nachtschichten das finale und komplett aus 1700 einzelnen Ebenen in After Effects (siehe Making-Of) zusammengesetzte Video. Seit gestern ist die Webseite nun in vollem Glanz für alle zugänglich.
Was sagt Thorsten zudem Projekt?
Nach knapp einem Jahr harter Arbeit ist die Diplomarbeit mit dem überaus klangvollen Namen »Take this dance and forget my name« passend zur Valentinszeit online gegangen. Das Projekt gilt als eine Art Versuch das Medium Musikvideo mit dem Internet zu verbinden, indem in Echtzeit verschiedene Informationsquellen (sogenannte APIs) im Internet ausgelesen und zur Laufzeit in das Musik-Video der Punkrockband AllJoines eingebunden werden. Zu sehen ist das Video auf der Webseite unter http://www.takethisdance.com. 
Mein Fazit zu dem Projekt:
Die Grundidee offene Datenquellen in einer so ästhetischen und narrativen Form zu nutzen, um in einen Dialog mit dem Betrachter zu treten fasziniert mich immer noch sehr. Eine Erkenntnis aus diesem Projekt ist für mich, dass in Zukunft qualitative Filter eine immer wichtigere Rolle bei weiteren Versuchen in diesem Themengebiet sein werden. Zudem bin ich gespannt auf APIs wie OpenSocial und SocialGraph von Google. Eine interne Platzierung in Netzwerken wie AOL wäre sicherlich auch interessant, um in einen noch direkteren Dialog mit dem Betrachter zu treten.
Leider kommt Flash immer noch schnell an seine Performance-Grenzen, wenn man über Videocontent ein paar weitere transparente oder deckende Ebenen einsetzt.
Ansonsten bin ich absolut begeistert von der grafischen Meisterleistung von Thorsten. Mit unendlicher Leidenschaft liefert er bei seiner Diplomarbeit ein geniales Video mit perfektem Motiondesign ab und zeigt auch in Sachen Interaktionsdesign sein Können. Okay, in Sachen Projektmanagement könnte man eine Nouance stärken sein …
Ich freu mich schon auf weitere Projekte mit diesem vielseitigen talentierten und menschlich duften Kerl.
Und jetzt noch der Rest aus dem Pressetext:
»Die mit dem Tanz tanzen«
Am 1. August 1981 ging MTV mit dem »Video killed the Radio-Star« der Gruppe »The Buggles« on Air und revolutionierte damit die gesamte Medienbranche. Millionen von jungen Fernsehzuschauern riss das neuartige TV-Format seither in seinen Bann und über Jahre hinweg stand MTV als ein Bild für eine ganze Generation.
Heutzutage sind die Jugendlichen im Internet statt vor dem TV-Geräten zu finden. Denn das neue Web 2.0 verändert auch gerade in dieser Sekunde unsere Welt. Videos hochladen, Fotos drehen, Kontakte knüpfen. Alles ist möglich. Alles ist machbar. Betrachtet man hingegen Videoplattformen wie YouTube, so stellt man fest, dass sich an linearen Abspielweise eines Musikvideos seit 20 Jahren nicht viel geändert hat, wobei die Technologie des Internets dies eigentlich ermöglichen würden.
Das Musikvideo »Take this dance and forget my name« der Bruchsaler Band »AllJoines« ist die gleichnamige Diplomarbeit des Art Directors Thorsten Konrad, der durch diese Arbeit in Zusammenarbeit mit dem Flash-Entwickler Jens Franke dem Medium Musikvideo die Chance gibt, sich im Internet erneut zu etablieren. Dabei werden die wesentlichen Vorteile des Internets über eine komplexe Technik im Hintergrund mit dem Musikvideo verbunden. In der fast einjährigen Entwicklungszeit entstand so das dreiminütige personalisierte Musikvideo, das nun auf der Webseite http://www.takethisdance.com zu sehen ist.
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Weitere Presse-Materialen finden sich auf entweder direkt auf der Webseite (Kategorie »For the press«)
Full Credits:
»Take this dance and forget my name« ist ein nicht nur eine Diplomarbeit, sondern hat sich über die zwölf Monate als eine Art riesiges Gemeinschaftsprojekt entwickelt, an dem folgende grandiose und unglaublich motivierte Menschen beteiligt waren:
Jens Franke (Developer), http://www.jensfranke.com/
Daniel Bühler (Director & Director of Photography), http://supercool.cc/
Thomas Schrott (Head of Light), http://thomasschrott.at/
Olaf von Engeln (Light), n.A.
Sarah-Jane Brunkhorst (Make-Up), n.A.
Brigitte Jellinek (Support), http://welten.horus.at/
Bettina Bruder (Support) n.A.
Max Kickinger (Speaker), http://www.maxkickinger.de/
David Kamp, Sound, http://davidkamp.de/
Holger Jahnke (Singer & Guitar), http://www.alljoines.de
Andreas Woll (Guitar), http://www.alljoines.de
Philip Konrad (Drums), http://www.alljoines.de
Tobias Brunner (Bass), http://www.alljoines.de
Thorsten Konrad (Idea, Direction and Animation) http://www.thorstenkonrad.de
Weitere Informationen zur Release-Party finden sich auf der Kino-Webseite unter:
http://www.cineplex.de/kino/events/city10/event4433/
Der Weg zum Cineplex Bruchsal:
Google Maps
Die Homepage der Band:
http://www.alljoines.de/
Das Video:
http://www.takethisdance.com
6 Kommentare 11. February 2008
Winterschlaf
Der letzte Eintrag ist lange her und so liegt die Vermutung nah, dass ich mir einen ordentlichen Winterschlaf gegönnt habe. Dem war (leider) nicht so.
Das noch junge Jahr ist derzeit gefüllt mit einem herrlichen und sehr fordernden Kundenprojekt, einem umfangreichen Artikel für die PAGE, einem privaten Projekt, was noch die letzte Zeit und das letzte Herzblut in den Abendstunden in Anspruch genommen hat. Und zu guter letzt stand viel Recherchearbeiten für kommende Projekte an.
Da ich ab nächsten Montag für zwei Wochen Friluftsliv in Norwegen tanken werde, versuche ich die Woche noch ein paar Beiträge zu schreiben. Und keine Sorge, im März geht es dann auch weiter mit dem Actionscript 3.0 Workflow und dem Multi-Touch Special.
Kommentar hinzufügen 11. February 2008
The Whale Hunt

Es ist Ewigkeiten her, dass ich eine so tolle Anwendung gesehen habe.
Jonathan Harris, bekannt für herausragende Anwendungen im Bereich der Datenvisualisierung, hat mit “The Whale Hunt” eine neue Anwendung online.
Harris lebte für 9 Tage bei den Inupiat Eskimos in Barrow, Alaska. Dabei dokumentierte er unter anderem auch eine alte Tradition der Inupiats - die Waljagd.
Er stellte sich im Anschluss an die beeindruckende Reise die Frage, wie er seine 3214 gemachten Fotos präsentiert. Er bestückte alle Bilder mit Metadaten, wie zum Beispiel Zeit, Ort, Personen und Aussage.
Neben dem “einfachen” Zeitleisten-Modus bietet die Anwendung drei weitere Darstellungsoptionen, um auf oberster Ebene das gesamte Datenset zu visualisieren.

Die Mosaik-Ansicht zeigt alle Bilder in zeitlichter Abfolge auf einen Blick, wobei jedes Fotos klickbar ist und anhand der Farbgebung die räumlich Veränderung von seinem Startpunkt New York City bis zu seinem Reiseziel dem Arktischen Ozean darstellt.

Die Zeitleiste verdeutlicht, wieviel Bilder zu welchem Zeitpunkt der Reise gemacht wurden und zeigt somit auch die Dramaturgie der Reise auf.
Die letzte Ansicht, der Kreis, ähnelt der Zeitleiste, nur das diesmal jede Einheit 20 Minuten repräsentiert und die Bilder im Kreis angeordnet sind.
Wie bei jeder Anwendung von Harris, ist das Interface wunderschön intuitiv und die Animationen unterstützen den narrativen und explorativen Charakter der Anwendung ideal.
Mal ab davon, dass ich die Anwendung genial finde, fasziniert mich auch die Reise und die Geschichte, die von den Bildern erzählt werden und somit habe ich seit gestern schon gut drei Stunden auf der Seite verbracht.
Jonathan, danke für diese herrliche Anwendung.
2 Kommentare 16. December 2007